Sonntag, 8. Mai 2011

Dieses Gefühl

Heute möchte ich euch von etwas erzählen!
Ich weiß nicht, inwieweit man das nachvollziehen kann, aber ich versuche es einfach.
Man simuliert im Training im großen und ganzen den Wettkampf. Klar, das ganze spitzt sich zu den jeweiligen Saisonhöhepunkten zu und es hat keinen wirklichen Sinn, zu Silvester einen Triathlon der Olympischen Distanz zu simulieren, wenn der tatsächliche Wettkampf erst im Juni stattfindet.
Aber irgendwann hat man sich genug vorgefreut. Irgendwann ist es an der Zeit, sich wieder Motivation für die nächsten Winter zu holen.
Und nun ist es bald so weit!
Die Wettkampfsaision hat für so manchen schon längst begonnen, auch ich habe schon kleinere oder größere Highlights erleben sollen, aber seit letztem Jahr gitb es etwas Neues in meine Leben, und das steht nun bevor!
Der Linz Triathlon wird der erste Wettkampf dieser Art im laufenden Jahr sein, und obwohl ich leidenschaftlich gerne laufe, ist es doch eher diese Form des DREIKAMPFS, die mir vor Nervosität den Schlaf raubt und mir immer wieder hilft, mich aufzurappeln.

Nächsten Samstag, wenn der Startschuss fällt, dann darf ich wieder Triathlet sein, mehr denn je zuvor, denn dieses Jahr war es keine spontane Entscheidung aus Jux und Tollerei, sondern diesmal habe ich wirklich hingearbeitet.

Das unbeschreibliche Gefühl in der Starformation zu stehen, die Füße bereits im eiskalten Seewasser, in einem Neoprenanzug der die Kälte, die Anfang Mai nuneinmal in den Freigewässern der Umgebung unausweichlich ist, und der Herzschlag der bereits vor dem Aufwärmen aussagt, man befinde sich mitten im Intervall Training...
Bald ist es nun wieder soweit!
Bald werde ich einem quadratmeter Platz in der Wechselzone wieder soviel Aufmerksamkeit widmen, wie sonst nichts zweitem.
Umm jedes kleine Detail perfekt herzurichten. Die Schuhbänder müssen richtig gefädelt sein, Helm und Brille am richtigen Ort und auch eine Notfall-Wasserflasche muss exakt in Griffweite sein.

Um auch die Wettkampfsimulation perfekt zu machen habe ich nocheinmal ein intensives Trainingswochenende hinter mir. Gestern wurde der Neoprenanzug am Badesee eingeweiht.
Und heute eine letzte längere Radeinheit mit anschließendem Koppel-Lauf absolviert.
Das ganze natürlich - und darauf wollte ich eigentlich hinaus - in meinem RENN-ANZUG.
Ja, ich habe so etwas! Natürlich braucht man das nicht, letztes Jahr startete ich einfach in einer Laufhose und einem Shirt, aber als mir dann am Ende der Saison dieses Schnäppchen ins Auge fiel, konnte ich nicht widerstehen!

Dieses Ding ist so eng, dass man wohl sogar bei 0% Körperfett noch Falten werfen würde...
Aber was macht das schon?
Spezial - Faser
Spezial - Radpolster
Spezial - Beschichtung
Spezial - Gummi
Spezial - Reißverschluss
Spezial - Spezialität
Das alles macht das komplizierte Anziehen und hineinzwängen mehr als wett!
Aber wenn man dann erst einmal drin ist.... DANN!!!!!!!!
Dieses Gefühl lässt einen schneller atmen, schneller Denken, schenller Laufen sowieso!
Nur an wenigen Tagen des Jahres darf dieser Anzug getragen werden, und heute war so ein Tag.

Ich freue mich auf Samstag, denn dann wird es wieder soweit sein und ich darf wieder in diesen Stoff schlüpfen - und dann darf ich mich zumindest bis der großteil der Mitstreiter mich überholt hat davon Träumen, ganz vorn dabei zu sein


ja, schon klar, darum gehts gar nicht - aber Träume wird man ja wohl dürfen!

Kommentare:

  1. Die Freude über das neue Teil steht dir ins Gesicht geschrieben. Natürlich soll man träumen! Natürlich sollst du dir deshalb auch einen Rennanzug gönnen! Natürlich sollen Träume auch wahr werden! Und natürlich musst du auch ein wenig dafür arbeiten! Ich freu mich für dich!!

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  2. Der Anzug steht dir schon mal richtig gut, und Triathlon ist eine tolle Sache, wenn es nicht so trainingsaufwändig wäre.

    Schon heute lese ich deinen begeisterten Bericht hier - freue dich !!

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  3. Danke für eure Kommentare!
    @SilberReinhard All das tue ich!
    @ultraistgut und das von jemandem der für Ultra-Distanzen trainiert - der trainingsaufwand kann schon hoch sein, er muss aber auch nicht - nur irgendwie ergibt sich die begeisterung ganz von selbst - und dann möchte man gar nicht mehr aufhören das zu tun was einem so viel freude bereitet

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  4. Ich habe mir vor ein paar Tagen auch einen Anzug gegönnt. Man weiß ja nie. ;-)
    Aber nach meinem letztjährigen "Schnuppertriathlon" wollte ich ja nicht mehr. Ich mag nämlich absolut kein Schwimmen. ;-)
    Aber ich kann ja auch mit dem Anzug Laufen und Biken.
    Dir auf jeden Fall viel Spaß beim Triathlon!

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  5. @Gerd
    Auch mir ist beim Schwimmen noch am Un-Wohlsten von allen Disziplinen... aber das ist einfach eine Übungssache denke ich.
    Überlege dir, wieviele Stunden du in deinem Leben im Element Luft verbracht hast, und dann halte dir vor Augen wie wenig Zeit man im Element Wasser verbringt... Klar, dass man damit nicht wirklich umzugehen-weiß

    Danke schön, den Spaß hatte ich, und werde ihn wieder haben.
    Und praktisch ist so ein Anzug auf jeden Fall auch, ist halt doch was anderes, als sich schnell eine schlabbrige Hose überzustreifen und in die Wildnis zu verschwinden

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